{"id":9,"date":"2011-03-24T22:48:00","date_gmt":"2011-03-24T21:48:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2017-02-16T20:37:37","modified_gmt":"2017-02-16T19:37:37","slug":"vom-umgang-mit-gefaelschten-studien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tiefederjahre.at\/?p=9","title":{"rendered":"Vom Umgang mit gef\u00e4lschten Studien"},"content":{"rendered":"<div style=\"clear: both; text-align: left;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: left;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: left;\"><\/div>\n<div style=\"font-family: inherit;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Folgende stelle ich hier mit freundlicher Genehmung der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.arznei-telegramm.de\/\">&#8222;arznei-telegramm&#8220;<\/a> herein <\/span><span style=\"color: black; font-size: small;\"> (arznei-telegramm 2011; <b><span style=\"font-weight: bold;\">42<\/span><\/b>: 25-6).<\/span><\/div>\n<p><\/p>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" height=\"640\" src=\"\" width=\"588\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" height=\"640\" src=\"\" width=\"594\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" height=\"352\" src=\"\" width=\"640\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" height=\"576\" src=\"\" width=\"640\" \/><\/a><\/div>\n<p><\/p>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/lh5.googleusercontent.com\/-TBFfFQRdkGY\/TYuYKlY_zNI\/AAAAAAAADE0\/PEArOFsVgh4\/s1600\/at3.GIF\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><br \/><\/a><\/div>\n<p>Zun\u00e4chst einmal danke ich Hrn. Dr. Becker-Br\u00fcser f\u00fcr die Genehmigung zum Einstellen dieses Artikels \u2013 war nicht ganz leicht, womit ich nicht das Erlangen der Genehmigung meine, sondern vielmehr die technischen Schwierigkeiten, mit denen ich gek\u00e4mpft habe. Am Ende h\u00e4tt ich&#8217;s wahrscheinlich genauso schnell auch abtippen k\u00f6nnen. Muss wohl endlich lernen, wie man mit WordPress umgeht. (Und ich bitte allf\u00e4llige LeserInnen um Entschuldigung, dass die blauen, unterstrichenen Dinger im at-Text, die wie Hyperlinks aussehen, nicht als solche funktionieren, obwohl sie urspr\u00fcnglich welche waren, aber das hat mit der verqueren \u2013 wenngleich nicht g\u00e4nzlich unkreativen \u2013 Art zu tun, auf die ich diesen Text hier hereingeholt habe.)<\/p>\n<p>Was das Thema betrifft, so interessiert mich das schon deshalb, weil es nahtlos an einen Vortrag des ehemaligen BMJ-Chefredakteurs Richard Smith anschlie\u00dft, den er 2009, auf Einladung der &#8222;Gesellschaft der Chirurgen in Wien&#8220; im Wiener Allgemeinen Krankenhaus gehalten hat. Ich habe dar\u00fcber u.a. <a href=\"http:\/\/www.suite101.de\/content\/forschungsbetrug---wie-viel-wird-in-der-biomedizin-gelogen-a90652\">in Suite101<\/a> berichtet.<\/p>\n<p>Smith hat damals ein erheblich breiteres Feld behandelt \u2013 eben Forschungsbetrug insgesamt \u2013, aber nat\u00fcrlich war <b>auch<\/b> der oft vorhandene Widerstand der Journals gegen den R\u00fcckruf gef\u00e4lschter Studien ein Thema. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig: Man will sich, wie auch das <b>&#8222;at&#8220;<\/b> sagt, das Gesch\u00e4ft nicht verderben, man hat Angst vor juristischen Konsequenzen, man ist einfach zu bequem, &#8230; Die Liste lie\u00dfe sich wohl fortsetzen.<\/p>\n<p>Aber immerhin: Es ist auch einiges geschehen. So ist zum Beispiel die Website <a href=\"http:\/\/www.clinicaltrials.gov\/\">www.clinicaltrials.gov<\/a> eine hervorragende Quelle, um zu sehen, was so alles <b>nicht <\/b>publiziert wird. Eine andere interessante Quelle ist <a href=\"http:\/\/www.trialresultscenter.org\/\">www.trialresultscenter.org<\/a>, betrieben von einem franz\u00f6sischen Pharmakologen, unabh\u00e4ngig, noch im Aufbau, aber ambitioniert.<\/p>\n<p>Insgesamt wird durch die lauter werdende Diskussion um Manipulation und Betrug in der Forschung der Druck auf die Industrie und auf jene gr\u00f6\u00dfer, die gegen gutes Sal\u00e4r einfach <i><b>alles <\/b><\/i>behaupten w\u00fcrden, egal ob auf dem Podium eines Vortragssaals oder schriftlich.<\/p>\n<p>Es ist schon wahr: Die Journals k\u00f6nnten mehr tun, speziell was eine konsequente und einheitliche R\u00fcckrufpolitik betrifft. Aber wogegen sie eigentlich wenig tun k\u00f6nnen (au\u00dfer eben keine zuvor nicht registrierten Studien zu ver\u00f6ffentlichen), ist die Tatsache, dass negative Studien immer noch zum gr\u00f6\u00dften Teil nicht publiziert werden. <b>Das <\/b>ist eigentlich ein legistisches Problem, es m\u00fcsste eine Publikations<b>verpflichtung<\/b> geben, und zwar mit dem Argument, dass wissenschaftliche Daten in jedem Fall zentrale \u00f6ffentliche Interessen ber\u00fchren, weil ja schlie\u00dflich, wie auch das at bemerkt, Leitlinien und damit Behandlungsstandards auf Studien und Metaanalysen dieser Studien beruhen. Somit hat ein Publikationsbias \u2013 wie er besonders krass in der Psychiatrie, vor allem bei Antidepressiva und neueren Antipsychotika zutage tritt \u2013 die denkbar schwersten Folgen, weil Metaanalysen dann zu Effektgr\u00f6\u00dfen kommen, die mit der Realit\u00e4t nichts zu tun haben.<\/p>\n<p>Diesem at-Artikel verdanke ich \u00fcbrigens auch die Bekanntschaft mit <a href=\"http:\/\/retractionwatch.wordpress.com\/\">&#8222;retraction watch&#8220;<\/a>, einem h\u00f6chst interessanten Blog \u00fcber zur\u00fcckgezogene Studien und ihre Autoren. Da tut sich ja einiges&#8230;<\/p>\n<p>Demn\u00e4chst mehr.<\/p>\n<div style=\"clear: both; text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/lh3.googleusercontent.com\/-_PesPGG9HKo\/TYugb5GcUzI\/AAAAAAAADE8\/-t5SD1JN5jA\/s1600\/atneu.JPG\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><br \/><\/a><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/lh6.googleusercontent.com\/-NzQlMaKer8M\/TYuYLeZVDCI\/AAAAAAAADE4\/d7rH-mkUtGk\/s1600\/at4.GIF\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><br \/><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Folgende stelle ich hier mit freundlicher Genehmung der Zeitschrift &#8222;arznei-telegramm&#8220; herein (arznei-telegramm 2011; 42: 25-6). Zun\u00e4chst einmal danke ich Hrn. Dr. Becker-Br\u00fcser f\u00fcr die Genehmigung zum Einstellen dieses Artikels \u2013 war nicht ganz leicht, womit ich nicht das Erlangen der Genehmigung meine, sondern vielmehr die technischen Schwierigkeiten, mit denen ich gek\u00e4mpft habe. 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